Der Ausgangspunkt: ein Designer – kein leeres Blatt
Eine generierte Anwendung beginnt mit einem der rund hundert kuratierten Designerprofile – jedes davon eine echte, namentlich genannte Designreferenz, kein generisches Theme. Die Wahl eines Profils zum Zeitpunkt der Generierung bedeutet, eine klare Gestaltungsintention zu wählen (dicht und funktional, luftig und redaktionell, dunkel und kontrastreich …), statt mit einem leeren Branding-Formular zu starten, das Feld für Feld ausgefüllt werden muss.
Diese Entscheidung bleibt auch nachträglich änderbar: Ein kuratiertes Profil als Ausgangsbasis zu duplizieren und anschließend anzupassen, ist der normale Weg – keine Ausnahme.
Ihr Gestaltungssystem: Farben, Schriftart, Dichte – und mehr
Die erste Anpassungsebene entspricht den Erwartungen: eine Palette aus acht Farben (Akzentfarbe, strukturelle Materialien, Tinten, Hintergründe), eine Schriftart, ein Eckradius und eine Abstandsdichte. Diese Design-Tokens steuern die gesamte generierte Benutzeroberfläche – nicht nur eine einzelne Seite.
Eine zweite, weniger offensichtliche, aber durchaus wirksame Ebene geht noch weiter: die typografische Skala und Schriftstärke, die Groß-/Kleinschreibung von Überschriften, die Behandlung von Flächen (Höhenlage, Rahmen, Kontrast), die Zusammensetzung strukturierender Bausteine (Karte, Seitenleiste, Kopfbereich), die Bewegung von Übergängen, die Breite des Layouts, eine dedizierte Dunkelpalette sowie gezielt expressive Titelbehandlungen (Farbblock, farbiger Fallenschatten, Kursivschrift). Jede dieser Einstellungen auf dieser zweiten Ebene ist optional: Wenn Sie sie leer lassen, greift exakt das Verhalten des gewählten Designerprofils – es kommt zu keinerlei Einschränkung oder Verschlechterung.
Navigation nachträglich anpassen – ohne komplett neu zu generieren
Die Beschriftungen der Seitenleiste, ihre Reihenfolge und die Seitentitel sind bei der Generierung nicht festgelegt: Sobald die Anwendung bereitgestellt ist, können Sie sie über die Anwendungseinstellungen individuell anpassen – ohne eine vollständige Neugenerierung auszulösen. Es handelt sich um eine globale, dauerhafte Einstellung für die gesamte Anwendung, nicht um eine nutzerspezifische Präferenz.
Das ist ein praktischer Unterschied zu „Neu generieren, um ein Menü umzubenennen“: Hier wird gezielt nur das angepasst, was tatsächlich geändert werden muss – statt das gesamte Anwendungskonzept erneut zu öffnen.
Was sich nicht manuell anpassen lässt – und warum
Eigenschaften von UI-Komponenten und deterministische Layoutregeln (welche Daten in welchen Bildschirmtyp fließen, wie sich z. B. eine Tabelle oder ein Dashboard zusammensetzt) sind keine freien Einstellungen: Sie werden vom Generator festgelegt – nicht von Ihnen. Das ist keine vorübergehende Einschränkung, sondern folgt derselben Produktphilosophie wie im gesamten System: Technische Konformität wird durch den Aufbau garantiert – niemals durch eine Einstellung, die einen fehlerhaften Bildschirm erzeugen könnte.
Auch bei der Farbe selbst gibt es eine Schutzvorrichtung: Pro Anwendung ist nur eine einzige Akzentfarbe erlaubt. Wird eine zweite kräftige Farbe als dekorative Fläche eingesetzt, erkennt das System dies automatisch und korrigiert sie. Das ist keine willkürliche Beschränkung – ein Corporate Design mit zwei konkurrierenden Akzentfarben ist der häufigste visuelle Fehler bei spontaner Individualisierung. Die Anwendung vermeidet ihn von vornherein, statt auf die Sorgfalt jedes Einzelnen zu setzen.
Konkret vorgehen: So funktioniert es
Zum Zeitpunkt der Generierung: Wählen Sie ein Designerprofil, das Ihrer Zielintention nahekommt – oder belassen Sie das Standardprofil, falls die visuelle Identität noch keine Priorität hat. Sie lässt sich später kostenfrei nachjustieren.
Sobald die Anwendung bereitgestellt ist: Passen Sie zunächst das Corporate Design (Farben, Schriftart, Dichte) für die Grundidentität an. Falls erforderlich, ergänzen Sie danach die Struktureinstellungen für jene Details, die den Unterschied machen – ohne jemals den Code der Bildschirme selbst zu berühren, der stets genau dem entspricht, was der Generator validiert hat.